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26. November 2008
Dem Vorstand der Bürgerinitiative wird das Ergebnis einer in Auftrag gegebenen ornithologischen Untersuchung über die Verbreitung und Vorkommen planungsrelevanter Vogelarten im Wirkraum der geplanten BAB A1 "AS Blankenheim - Adenau" vorgestellt. Das Ergebnis der Untersuchung zeugt von einer selten vorkommenden Artenvielfalt auf der geplanten Trasse. Von den nachgewiesenen Arten befinden sich allein 14 in der Liste der im höchsten Maße vom Aussterben bedrohten Vogelarten. Höchstes Schutzbedürfnis hat in diesem Zusammenhang das Haselhuhn, welches im Bereich der Trasse neben Sekundärnachweisen (Kot, Federn etc.) durch Totfunde und Sichtbeobachtungen nachgewiesen wurde. |
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28. Juli 2008
Die Bürgerinitiative erhält durch das Umweltbundesamt die Anerkennung zur Einlegung von Rechtsbehelfen nach dem Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz. |
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Infos zum Thema Weiterbau der A1
1. "Lückenschluss"
Das Wort "Lückenschluss" wird von den Befürwortern nur verwendet, um den Weiterbau der Transitautobahn zu verharmlosen. Laut Rechtsprechung darf nur von einer Lücke gesprochen werden, wenn das Stück kürzer als 5 km ist!
2. Arbeitsplätze
Immer wieder behaupten die Befürworter, dass die Autobahn Arbeitsplätze in der Region schaffe und sichere. Bei einer Tagung mit dem Thema "Zusammenhang zwischen Verkehrsinvestitionen und Wirtschaftswachstum" im September 2004 in Dorfen/Obb. sagte dazu Matthias Gather, Professor am Institut Verkehr und Raum an der Fachhochschule Erfurt, die Aussagen der Wirtschaftsverbände und Unternehmen, dass Autobahnausbau ein herausragender Standortfaktor sei, sei nicht zu halten. Eine solche Aussage werde auch durch die Fachliteratur nicht gestützt. Nach Auffassung von Stephan Brückl, Dipl.Oec. Süddeutsches Institut für nachhaltiges Wirtschaften, Augsburg, können sinkende Transportwiderstände eine regionale Wirtschaft ruinieren, weil oft übersehen werde, dass sinkende Transportwiderstände auch Konkurrenz von außerhalb anziehe. Auf derselben Veranstaltung sagte der Ökonom Thomas Puls vom arbeitgebernahen Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft, dass mit dem Bau einer neuen Autobahn das große Wirtschaftswunder nicht stattfinde; seit etwa 1970 genüge eine verbesserte Erreichbarkeit allein nicht mehr, um neue Unternehmen in die Region zu locken.
3. Haselhuhn
Das Haselhuhn ist keine Erfindung der Bürgerinitiative! Die Planungsbehörde in Wittlich hat bereits vor einigen Jahren das Vorkommen des Haselhuhnes auf der vorgesehenen Trasse für die A1 dokumentiert. Diese Unterlagen waren für jedermann einsehbar bei der Offenlegung. Insofern hat die Bürgerinitiative es auch gar nicht nötig, ein totes Huhn irgendwohin zu legen. Woher sollte sie auch eins herbekommen? Dass den Planern das Haselhuhn ein Dorn im Auge ist, wird verständlich, wenn man weiß, dass das Haselhuhn auf der Roten Liste mit dem Gefährdungsgrad 1 (vom Aussterben bedrohte Art) steht. Das ist die höchste Gefährdungsstufe wie beim Wachtelkönig, der bekanntermaßen schon einmal eine Autobahn in Deutschland verhindert hat!
Das Haselhuhn wird als besonders scheu und lärmempfindlich beschrieben. Ein anrückendes Kamerateam des WDR im vergangenen Jahr konnte demzufolge nicht einfach in den Lommersdorfer Wald marschieren und rufen: "Alle Haselhühner links antreten!" Dass die Fernsehleute kein Tier vor die Linse bekamen, ist ganz klar, war aber andererseits natürlich so gewollt, weil man ja die öffentliche Meinung manipulieren wollte. Das ist ihnen insofern ja auch gelungen, weil immer noch "von einem einzigen toten Huhn" gesprochen wird. Es gibt aber eine nennenswerte Anzahl an Haselhühnern auf der Trasse, wie wir von Experten wissen.
Übrigens - Menschenschutz ist beim Gesetzgeber bei einer Klage gegen Straßenbau nicht vorgesehen, ist also kein Klagegrund. Deshalb kann man sich bei Klagen nur auf Naturschutz berufen. In der Öffentlichkeit entsteht dadurch das falsche Bild, dass Tierschutz wichtiger ist als Menschenschutz. Naturschutz ist aber immer Menschenschutz!
4. Verbandsklagerecht
Das unter Rot-Grün eingeführte Verbandsklagerecht für Planungsverfahren, das für die Umweltschutzverbände insofern wichtig war, weil Privatpersonen ja nicht gegen Straßenbauvorhaben klagen dürfen, soll nun nach dem Willen der neuen schwarz-roten Koalition wieder abgeschafft werden. Außerdem soll die Gültigkeit des Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetzes verlängert und auf ganz Deutschland ausgedehnt werden. Das entmündigt die Umweltschutzverbände und weist ihnen nur noch eine Alibifunktion zu. Damit verkommen auch eine Planoffenlegung und die anschließende Anhörung zur Farce. Verkauft wird das allerdings dem mündigen Bürger als Bürokratieabbau!
5. Alternative
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Kölnische Rundschau 23.08.2005
Hoffnung durch Nationalpark
Bürgerinitiative gegen den Weiterbau der A 1: "Wer hier Naturschutz betreibt, kann dort keine Autobahn bauen"
BLANKENHEIM. Da die Bürgerinitiative "Gegen den Weiterbau der A1 e.V." auch Mitglied im Förderverein Nationalpark Eifel ist, wurde das Thema "Welche Auswirkungen hat der Nationalpark auf die A1?" im Vorstand ausführlich besprochen.
Durch den Regierungswechsel in NRW befürchten die Vorstandsmitglieder keine gravierenden Eingriffe in die Belange des Nationalparks, da die Richtlinien dafür international festgelegt seien, bei Missachtung dieser Vorgaben die Fördergelder gestrichen würden und die Einstufung als Nationalpark entfiele. Vielmehr erwarten die A1-Gegner von diesem "großartigen Naturschutzprojekt" einen Schub in der ganzen Region für mehr Sensibilität im Umweltschutz.
Wer die Einrichtung eines Nationalparks ernsthaft betreibe, so meint die Initiative, der könne nicht mehr für den Weiterbau der A1 stimmen. Man könne nicht Tiere der roten Liste wie Haselhuhn, Wildkatze, Schwarzstorch oder Eisvogel im Nationalpark ansiedeln wollen und gleichzeitig 30 Kilometer weiter in der Eifel diesen Tieren, die dort schon immer lebten, durch eine Transitautobahn den Lebensraum zerstören und sie damit ausrotten. Es sei nun endlich damit zu rechnen, so hofft die Initiative, dass die Politiker nun die umweltschonendere und wesentlich preiswertere Alternative favorisierten, nämlich den Ausbau der B 51. Der Ausbau einer bestehenden Straße sei allemal das geringere Übel, als durch den Bau einer völlig neuen Straße intakte Natur zu zerstören. Naturschutz sei immer auch Menschenschutz.
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